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Umstieg von DVB T zu DVB T2 Ratgeber

Für den Ausbau des mobilen Internets wurde am 11. Februar 2015 durch das Bundeskabinett eine entsprechende Verordnungsänderung verabschiedet. Demgemäß wird in Deutschland das bisher standardmäßige DVB-T durch DVB-T2 ersetzt, sodass das terrestrische-digitale Fernsehen eine Wende erlebt.

Der komplette Umstieg soll schließlich bis 2018 flächendeckend erfolgen, sodass Übertragungsgeschwindigkeiten von etwa 50 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Leider sind DVB-T2 und DVB-T nicht kompatibel. Demnach werden in Deutschland durch den baldigen Wechsel rund 7,4 Millionen Haushalte betroffen sein, die ihre verschiedenen Endgeräte nach der Abschaltung von DVB-T letztlich auf DVB-T2 umrüsten müssen.

Hinweis: Möchten Sie den terrestrischen TV-Empfang weiterhin nutzen, dann achten Sie bereits jetzt beim Kauf eines Fernsehers auf ein auswechselbares Modul, welches dem Umstieg zu DVB-T2 erlaubt. Alternativ kann ebenso eine Set Top Box eingesetzt werden.

Die Besonderheiten von DVB-T2DVB-T2-HD-logo

Im Vergleich zu DVB-T ist der neue Nachfolgestandard DVB-T2, die Abkürzung steht für Digital Video Broadcasting Terrestrial, wesentlich effizienter. Der Fokus der Technik liegt auf dem stationären Empfang. Überdies soll ein portabler und mobiler Empfang möglich sein. Das digitale Antennenfernsehen DVB-T belegt Frequenzen im 700-MHz-Band. Doch spätestens 2017 wird der Frequenzblock zwischen 694 MHz und 790 MHz zugunsten des schnellen Internets freigeräumt und der Standard von DVB-T auf die leistungsfähigere Norm DVB-T2 umgestellt. Dementsprechend zeichnet sich DVB-T2 durch folgende Merkmale aus:

  • Erhöhte Benutzerfreundlichkeit durch schnellere Umschaltzeiten
  • Verbesserte Programmauswahl mit gleichzeitig höherer Qualität
  • Erweitertes Angebot bei der Übertragung von HDTV
  • Die Auflösung steigt von 1280 x 720 Bildpunkte auf 1920 x 1080 Bildpunkte
  • Effizientere Frequenznutzung und somit kostengünstigere Verbreitung
  • Stärkeres Übertragungssignal im Vergleich zu DVB-T
  • Vielseitigste Bandbreiten 
Nicht zu vergessen ist außerdem die Sendediversität. Durch das MIMO-Verfahren (Multiple Input Multiple Output), welches auf einem Mehrantennensystem basiert, wird das Signal verbessert und das Rauschverhältnis minimiert.

DVB-T2: Eine bewährte Technik

In vielen Ländern ist DVB-T2 bereits im Einsatz. Finnland, Belgien, Dänemark, Großbritannien, Saudi Arabien und viele weitere Nationen setzen bereits auf die ausgereifte Technik. Mit DVB-T2 werden nämlich Frequenzbereiche im 700 MHz frei, welche beispielsweise für eine schnellere Mobilfunkverbindung genutzt werden können. Dieser baldige Umstieg von DVB-T zu DVB-T2 soll nun auch in Deutschland erfolgen, um den Anschluss in Sachen Fortschritt nicht zu verlieren. Überdies soll der Bevölkerung allerorts, ob Stadt oder Land, schnelles Internet zur Verfügung stehen.

DVB-T2-Empfang auf mobilen Geräten

DVB-T2 ist ideal für den Empfang auf mobilen Geräten vorbereitet. Laptops, Tablets oder Smartphones haben heute eine so große Auflösung, das sie spielend mit dem HD-Format umgehen können. Zum Anschauen der Sendungen ist ein DVB-T2 Receiver erforderlich, der einschließlich der Antenne mit dem mobilen Gerät verbunden wird. Diese sogenannten T2-Dongles sind Windows und für iOS und Android erhältlich.

Welche Geräte können weiter verwendet und was muss neu angeschafft werden?

Leider ist der neue Standard nicht abwärts kompatibel. Beim Kauf eines neuen Fernsehers ist darauf zu achten dass das Gerät den DVB-T2-Standard unterstützt. Geräte, die den neuen Standard unterstützen, sind mit einem entsprechenden Logo gekennzeichnet. Bereits heute (Februar 2016) sind Fernseher erhältlich, die mit DVB-T und T2 zurechtkommen.

Externe DVB-T Antennen sowie alle Kabel können weiter verwendet werden. Wo DVB-T zum Beispiel über die BZD40 Antenne von Kathrein empfangen wurde, kann mit dieser Antenne auch den T2-Standard anschauen.

Hinweis: Also Bisher verwendete "normale" DVB-T Antennen & Kabel können für den neuen Standard DVB-T2 weiterverwendet werden.

Wer einen speziellen DVB-T-Receiver wie zum Beispiel der Xoro HRT 7515 zum Empfang verwendet, hat schlechte Karten. Ist der Receiver nur für DVB-T geeignet, sollte man sich bei Hersteller nach einem Update der Firmware erkundigen. Ist ein Update nicht möglich, bleibt nur der Kauf eines Nachfolgemodells.

Wer einen Fernseher mit nur ältere DVB-T Unterstützung auf den neuen Standard umstellen will, kommt um den Kauf eines externen Receivers (Set Top Box) nicht herum. Vorsicht ist bei älteren TV-Geräten geboten. Viele ältere Fernseher kommen mit der HD-Bildauflösung nicht zurecht. Vor dem Kauf einer Set Top Box für DVB-T2 ist in diesem Fall zu prüfen, ob der Fernseher das HD-Bild überhaupt darstellen kann.

Achtung: DVB-T2 Geräte - Kaufempfehlung

Spätestens ab 2018 wird Antennenfernsehen schärfer. Die Fernseher mit dem Ausstattungsmerkmal DVB-T2, welche bereits jetzt verkauft werden, sind jedoch nicht zwingend mit der in Deutschland eingesetzten Technik kompatibel. Dies liegt daran, dass der neuste Kompressionsstandard, H.265 (HEVC), verwendet wird. Nachbarländer wie beispielsweise Frankreich nutzen Vorgängerversionen wie H.264 (MPEG-4). Demnach ist es empfehlenswert noch mit dem Kauf zu warten, bis die Hersteller angepasste Modelle auf dem Markt anbieten. Eine günstige Alternative, die auch für ältere Fernsehgeräte geeignet ist, ist die sogenannte Set Top Box, mit deren Hilfe das Gerät zu DVB-T2 kompatibel gemacht wird.

Hinweis: Mögliche Alternativen zu DVB-T2 sind der digitale Satelliten- oder Kabelempfang

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