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Antenne Wiki – FAQ

DVB-T was ist das?

DVB-T was ist das?

Die englische Abkürzung DVB-T steht für Digital Video Broadcasting - Terrestrial und bedeutet auf Deutsch so viel wie digitales, terrestrisches Fernsehen. Da das Sendersignal mittels Antenne empfangen wird, trägt dieses Sendermodell häufig auch den Namen "Antennen Fernsehen". Im Volksmund wird DVB-T auch als "Überall-Fernsehen" bezeichnet. Dies liegt daran, dass für den Empfang der Programme am Fernsehapparat kein extra Receiver benötigt wird.

Das DVB-T Signal bietet Platz für insgesamt 20 bis 30 unterschiedliche Sender. Die Anzahl der zu empfangenen Programme hängt allerdings stark vom jeweiligen regionalen Standort ab. Öffentlich-rechtliche Programme wie beispielsweise der ARD oder des ZDF können flächendeckend in ganz Deutschland in allen Haushalten genutzt werden. Hingegen die Dienste der privaten Programme sind über DVB-T in vielen Gebieten nicht zu empfangen. Für gewöhnlich beschränkt sich der Empfang auf Großstädte und Ballungsgebiete wie z. B. die Metropolregion München oder den Großraum Frankfurt am Main.

Damit die DVB-T Signale im hauseigenen Wohnzimmer empfangen werden können, wird je nach Empfangssituation entweder eine Haus- oder Zimmerantenne benötigt. Diese muss über das Antennenkabel mit dem dafür vorgesehenen Steckplatz am Fernsehgerät verbunden sein.

Die Vorteile von DVB-T:

  • Sehr gute Ton- und Bildqualität, da die Signalqualität nicht durch Unwetter beeinträchtigt wird.
  • Vielfältige Programmauswahl, bestehend aus öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern.
  • Flexible Nutzungsmöglichkeiten aufgrund dessen, dass der kabellose Empfang der Fernsehprogramme nicht nur auf die eigenen vier Wände beschränkt ist, sondern auch mithilfe von Mobilgeräten wie Notebooks oder Tablet-PCs unterwegs genutzt werden kann.

Wie funktioniert DVB-T?

Wie funktioniert DVB-T?

Mit DVB-T werden Fernseh- und Radioprogramme nicht mehr länger über Satellit und schließlich über Kabel zum Endkunden weitergeleitet, sondern auch der letzte Übertragungsweg findet terrestrisch statt, d. h. die Vergabe erfolgt über die Luft mithilfe von Sendemasten.

Die DVB-T Technik, basierend auf der MPEG-2 Codierung, greift dazu auf ein einfaches Containerkonzept zurück. Die zu transportierenden Datenpakete, welche aus einem Code aus Einsen und Nullen bestehen, werden dazu in kleine Teilstücke aufgeteilt. Damit eine fehlerfreie Übertragung möglich ist, müssen die Audio- und Bilddaten dazu vorab reduziert und anschließend komprimiert werden. Beim Empfänger angekommen, werden diese Datenpakte schließlich wieder entschlüsselt. Die Datenrate mit der MPEG-2 Codierung bewegt sich zwischen 2 und 15 MBit/s.

Zum Teil werden auch schon die MPEG-4 Codierung bzw. die HEVC Codierung in Verbindung mit DVB-T2 angewendet. Im Testvergleich zum Vorgänger arbeiten diese Verfahren mit einer höheren Datenkompression, die es erlaubt mehrere Fernsehprogramme in einen DVB-T Datenstrom zu bündeln. Folglich lassen sich mit DVB-T2 auch hochauflösende HDTV Programme problemlos empfangen.

Hinweis: Die DVB-T Technik nutzt zur Übertragung aller Dateninhalte ein einheitliches Format. Aus diesem Grund steht mit dem Datenstrom allzeit ein umfassendes Multimediaangebot aus Radio und Fernsehen zur Verfügung.

Was ist DVB-S2?

Was ist DVB-S2?

Die Abkürzung DVB-S steht für Digital Video Broadcasting - Satellite. Mittels DVB-S lassen sich digitale Fernsehsignale per Satellit übertragen, sodass sich deutschlandweit alle frei empfangbaren TV-Sender beziehen lassen.

Die verbesserte Version von DVB-S ist DVB-S2. Mit der neueren Technik sind höhere Datenübertragungsraten von 5 bis 20 Mbit/s möglich, weil auch hierbei die moderne MPEG-4 Codierung verwendet wird. Demnach erlaubt es DVB-S2, nunmehr auch viele Sender in besserer HD-Qualität zu empfangen. Für den Empfang von DVB-S2 sind jedoch moderne DVB-S2 Receiver als auch DVB-S2 TV-Karten vonnöten, da die DVB-S2 Signale anders codiert werden als die anfänglich verwendeten DVB-S Signale.

Wird DVB-S eingestellt?

Eine direkte Ablösung von DVB-S durch DVB-S2 soll nicht stattfinden. Vielmehr soll DVB-S2 das bisherige Angebot von DVB-S um zusätzliches HD-Fernsehen ergänzen. Jedoch geht mit dem Einsatz von DVB-S2 für viele Fernsehsender eine Kosteneinsparung einher, weshalb wohl viele TV-Sender mit der Zeit all ihre Programme nach und nach auf DVB-S2 umstellen werden.

Was ist DVB-T2?

Was ist DVB-T2?

DVB-T2 ist der Nachfolgestandard von DVB-T. Mit DVB-T2 startet das Antennenfernsehen in die zweite Generation der digitalen Videoübertragung. Das neue DVB-T2 grenzt sich von DVB-T durch eine höhere spektrale Effizienz ab, wodurch auch hochauflösende Fernsehprogramme in HD ausgestrahlt werden können.

Mit dem Wechsel von DVB-T zu DVB-T2 ergeben sich folgende Änderungen:

  • Öffentlich-rechtliche Programme lassen sich zukünftig unverschlüsselt in HD empfangen.
  • Private Sender schalten ihre Programminhalte nach einer kostenlosen Einführungsphase demnächst nur noch gegen eine Gebühr im mittleren einstelligen Eurobereich frei.
  • Das Sendeangebot wird erweitert und soll in Zukunft circa 40 bis 45 Programme umfassen.
  • Die Dienste der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sowie den privaten Sendern stehen den Zuschauern ab sofort rund um die Uhr zur Verfügung.

Zusätzlich soll das digital-terrestrische Fernsehen weiterhin um ein vielfältiges und abwechslungsreiches Onlineangebot wie beispielsweise Apps, Livestreams als auch Mediatheken ergänzt werden. Der DVB-T2 Teilnehmer kann somit jederzeit auf unterschiedliche Dienste zurückgreifen.

Folgende Punkte müssen bei der Umstellung auf DVB-T2 beachtet werden:

  • Bisherige DVB-T Geräte sind nicht mit DVB-T2 kompatibel.
  • Mit DVB-T2 werden moderne Receiver mit HEVC Codierung benötigt.
  • Alte Geräte können zum Teil mit einem externen Digitalreceiver (Set-Top-Box) nachgerüstet werden.
  • Weiterhin wird zum Empfang eine Dach-, Außen- oder Zimmerantenne benötigt. In der Regel kann dazu die vorhandene Antenne ohne Einschränkung weiterverwendet werden.
  • Mobile Geräte benötigen künftig für den Empfang von DVB-T2 sogenannte Dongles oder entsprechende empfangsbereite USB-Sticks.
Hinweis: Alle DVB-T2 tauglichen Fernsehgeräte sind mit einem grünen DVB-T2 HD-Logo gekennzeichnet.

Was ist DVB-C?

Was ist DVB-C?

Das Kürzel DVB-C, Digital Video Broadcasting - Cable, steht für das Kabelfernsehen. In Deutschland wurde das Kabelfernsehen privatisiert und ist somit nicht kostenlos empfangbar, d. h. die Programminhalte sind nur gegen eine Gebühr einsehbar. Zu den bekanntesten Anbietern in Deutschland zählen "Sky" und "Kabel Deutschland".

Die Vorteile von DVB-C:

  • Unterschiedliche TV-Sender weltweit in HD-Qualität empfangbar.
  • Stabile Bildqualität selbst bei Unwettern.
  • Relativ große Programmauswahl.

Allerdings sind mit DVB-C auch Nachteile verknüpft, da mit den Diensten der Kabelanbieter auch eine feste vertragliche Bindung einhergeht. So fallen monatliche Zusatzkosten zwischen 30,00 bis 50,00 Euro nur für das Fernsehen an.

DVB-T wie lange noch?

DVB-T wie lange noch?

DVB-T verschwindet nicht etwa, sondern wird langsam durch DVB-T2 ersetzt. Schließlich ist der terrestrische Verbreitungsweg insbesondere für öffentlich-rechtliche Anstalten wie ARD und ZDF eine relevante Alternative zu Satellit und Kabel. Darüber hinaus haben vor allem einkommensschwache Haushalte mittels DVB-T2 nunmehr die Möglichkeit ebenso HDTV über die Antenne zu empfangen. Hinzu kommt, dass mit DVB-T2 den Zuschauern eine größere Programmvielfalt sowie eine verbesserte Qualität geboten werden kann.

Hinweis: Eine eine endgültige Abschaltung der DVB-T Sendemasten soll voraussichtlich erst im Jahre 2019 erfolgen.

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